Geschwindigkeit der Android Virtual Devices

Wer Software für Android entwickelt, wird sicher schon die tollen Android Virtual Devices (AVD) entdeckt haben. Ein tolles Hilfsmittel, aber leider erstaunlich langsam - ganz egal auf welcher Hardware.

Seit Revision 12 kann man zumindest die Startzeit etwas beschleunigen, indem man die Option Snapshot für die einzelne AVD aktiviert. Doch für eine höhere Ausführungsgeschwindigkeit bringt das noch keine Pluspunkte.

Virtual Box + Android-x86

Je nach Zielplattform kann man ggf. auf eine LiveCD zurückgreifen und diese in der Box ausführen. Dazu kann man auf www.android-x86.org ein entsprechendes Image laden.

In meinem Beispiel habe ich mich für den Release android-x86-2.2-r2-eeepc entschieden. Bei der Einrichtung der Box sollte folgendes beachtet werden: 

  • Betriebssystem: Other Linux
  • Absolutes Zeigergerät: deaktivieren (Falls ihr keine Maus in der Box habt...)
  • Netzwerkkarte einrichten (z.B. Bridge bei DHCP im Netz)

Danach sollte die LiveCD bereits laufen, man kann das System bei Bedarf auch auf der Box installieren.

Nun kann man mit ALT+F1 zur Konsole wechseln (ALT+F7 für GUI) und sich dort die IP der VM ausgeben lassen. (z.B. ifconfig eth0 oder netcfg)

Hat man die IP ermittelt, muss man nur noch mit der Android Debug Bridge (ADB) die Verbindung zum Gerät herstellen.
Dazu einfach in der Konsole adb connect <<ip>>:5555 eingeben und schon kann es losgehen. Die Angabe des Ports ist übrigens nur bei NAT notwendig. (adb.exe liegt im sdk-verzeichnis unter plattform-tools)

Wenn jetzt über Eclipse ein Android Projekt ausgeführt wird, landet dieses automatisch in der VM.

PS: Wer bereits bei der Installation des SDK Probleme hat, sollte einen Blick auf diesen Android SDK Install Artikel werfen.